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DAS DIGITALE DILEMMA: DEUTSCHE WOLLEN PERSÖNLICHEN KUNDENKONTAKT

Online-Beratung, E-Commerce und Apps – Millionen Deutsche kommen nicht mehr ohne aus. Doch wenn sie über die Gründung eines eigenen Unternehmens nachdenken, dann wollen Befragte in Deutschland vor allem eins: persönlichen Kundenkontakt (80%). Lediglich jeder fünfte Deutsche würde es vorziehen, mit den Kunden auf digitaler Basis zu interagieren (20%). Befragt nach den weiteren Rahmendaten ihres Wunschunternehmens, ergibt sich ein recht klares Bild: es sollte eher gewinnorientiert (68%) statt sozial orientiert sein (32%), Dienstleistungen (58%) statt Produkte (42%) an Kunden verkaufen und in der Stadt (65%) liegen. Ein Unternehmen auf dem Land ist immerhin für jeden dritten Deutschen eine Option (35%). Die Befragten sind unentschlossen, ob sie das Unternehmen lieber alleine oder mit Angestellten führen würden (beides 50%).

Die achte Auflage des Amway Global Entrepreneurship Report (AGER) fokussiert sich auf intrinsische und extrinsische Faktoren, die die Entscheidung einer Unternehmensgründung beeinflussen. Zudem enthält sie erneut den Amway Entrepreneurial Spirit Index (AESI), der die unternehmerische Absicht der teilnehmenden Länder misst.

AMWAY ENTREPRENEURIAL SPIRIT INDEX: Deutsche skeptisch

Im Amway Entrepreneurial Spirit Index findet sich Deutschland mit 31 Punkten auch in diesem Jahr unter den Schlusslichtern. Gründerskepsis herrscht in in vielen Bereichen. Das geringe Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten in Deutschland betrifft dabei gleich mehrere Bereiche, die für eine Gründung relevant sind: Nur 36% der Deutschen glauben, sie könnten eine Geschäftsidee entwickeln, 21% sehen sich in der Lage, Geschäftskapital zu erwerben, 19% würden das Risiko des Scheiterns eingehen. Ein Drittel der Deutschen wäre bereit, Freizeit für das Unternehmen zu opfern (33%). Fast jeder zweite Deutsche glaubt, dass ihn seine Familie und Freunde bei seinem Vorhaben unterstützen würden (45%).

Auf die Frage, was bei der Gründung eines Unternehmens am hilfreichsten wäre, ergibt sich ein klares Bild: Unterstützung bei Administration (29%) und bei der Suche finanzieller Mittel (23%) sind am stärksten gefragt.  

AMWAY: Selbständigkeit gegen den Trend

Um zugleich die Stimmung und Einstellung zu Selbständigkeit auch in den eigenen Reihen zu überprüfen stellte das Unternehmen im April und Mai 2018 den eigenen Geschaftspartner in Deutschland und Österreich dieselben Fragen die auch die auch der Amway Global Entrepreneurship Report diskutiert. Die Ergebnisse fördern zutage, dass Amway Geschäftspartner erheblich gründungsoptimistischer sind als die Allgemeinheit. Sie vertrauen mehr in ihre unternehmerischen Fähigkeiten, sind als Unternehmer hoch motiviert und fühlen sich als solche sehr wohl. Lesen sie dazu weitere Details hier.

Prof_Isabell_M_Welpe

„Die Ergebnisse zeigen, dass Maßnahmen erforderlich sind, um neue Unternehmer zu unterstützen und den Unternehmergeist zu fördern. Es wird sicherlich eine Weile dauern, bis die Maßnahmen ihre Wirkung zeigen, aber es ist besser, jetzt zu beginnen als nie.“

Prof. Dr. Isabell M. Welpe
Leiterin des Lehrstuhls für Strategie und Organisation der Technischen Universität München

Die Studie Amway Global Entrepreneurship Report wurde in den letzten Jahren kontinuierlich weiterentwickelt. Die erste Befragung 2008 wurde zunächst nur in Deutschland durchgeführt. Im Jahr 2010 hat Amway die Studie auf eine europäische Ebene ausgeweitet und seit 2013 zu einer weltweiten Studie weiterentwickelt. In diesem Jahr untersucht die repräsentative Studie die Bereitschaft, als selbständige Person potentielle Kunden zu suchen und anzusprechen. Wissenschaftlicher Partner der Studie ist Frau Prof. Dr. Isabell M. Welpe, Leiterin des Lehrstuhls für Strategie und Organisation der Technischen Universität München.

Die Studienergebnisse stehen Ihnen kostenlos zum Download bereit. Sie sollen zur Diskussion über Selbständigkeit anregen und so einen Beitrag zur Gründerkultur in Deutschland leisten.